Die Deutsche Krebshilfe und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit haben den Monat Mai zum „Rauchfrei-im-Mai“ erklärt und rufen mit dem Slogan „Hoch die Hände – Kippenende“ zum Rauchstopp auf: https://www.rauchfrei-im-mai.de
Persönlich halte ich ein umfassendes Rauchverbot für notwendig. Raucher sind sich oft nicht bewusst, wie sehr sie andere stören. Das Argument, man müsse ja nicht in Raucherkneipen gehen, greift nicht. Es schränkt die Teilhabe ein, die wir uns über Jahrzehnte mühsam erarbeitet haben. Strengere Gesetze wären ein wichtiger Schritt zum Schutz vor den Folgen des Passivrauchens.* Nichtraucher werden in Deutschland immer noch nicht ausreichend geschützt. Solange es Raucherkneipen gibt, Raucher unter Balkonen ihre Schadstoffe nach oben pusten, vor Kneipen geraucht wird und es offene Raucherbereiche auf Bahnsteigen gibt, kann man nicht von einem wirksamen Schutz sprechen.
Die Zigarettenindustrie braucht eigentlich keine Werbung. Rauchen wird nicht nur in alten Filmen mit Humphrey Bogart gezeigt, sondern auch in aktuellen Produktionen. Nicht nur in retrospektiv angelegten Filmen, sondern leider auch in Filmen, die in der Gegenwart spielen, werden schlechte Vorbilder durch den Zug an der Zigarette geschaffen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass immer noch Kinder und Jugendliche zur Zigarette greifen. Rauchen sollte in Filmen, im Theater und überall sonst verboten sein. Es ist schon schlimm genug, dass viele Babyboomer noch rauchen.
*Die Lungenkrebsraten für den Nicht-kleinzelligen-Lungenkrebs (NSCLC) steigen auch aufgrund von Luftverschmutzung und Radonbelastung: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/lungenkarzinom-nicht-kleinzellig-nsclc/@@guideline/html/index.html