„Der Oktober ist pink.“ Brustkrebs trifft vorwiegend Frauen und leider auch in jüngeren Jahren. Jede 8. Frau darf diese lebensverändernde Diagnose erleben. Und die Brustkrebserkrankungen nehmen zu. Vielleicht ist es schon heute nicht mehr jede 8. Frau, sondern eine höhere Anzahl. Vielleicht liegt es auch an unserem Livestyle. Fakt ist, Alkohol ist ein Zellgift und ist einer der größten Risikofaktoren für Brustkrebs, auch sog. „moderate“ Mengen. Diese gibt es im Prinzip gar nicht, jeder Schluck ist schädlich.
Die Risikofaktoren für Brustkrebs sind:
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind:
- höheres Alter
- erbliche Veranlagungen
- dichtes Brustgewebe
- bestimmte Veränderungen des Brustdrüsengewebes
- eine frühere Strahlentherapie des Brustkorbs
- Diabetes mellitus Typ 2
- hormonelle Faktoren
Beeinflussbare Risikofaktoren sind:
- Übergewicht nach den Wechseljahren
- Alkoholkonsum
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- ungesunde Ernährung
- keine oder kurze Stillzeiten
- hormonelle Verhütungsmittel (Pille und Spirale)
- Bedingt: Hormonersatztherapie nach den Wechseljahren (Achtung: Östrogen alleine scheint das Brustkrebsrisiko zu mindern, ist aber nur für Frauen ohne Gebärmutter einsetzbar.)
(Quelle: https://www.krebsinformationsdienst.de/brustkrebs/risikofaktoren)
Gerne macht man die HRT (Hormonersatztherapie) für Brustkrebs verantwortlich. Sie spielt aber nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb hat die FDA die Risikoeinschätzung dazu geändert: https://www.medwiss.de/2025/11/24/update-hormonersatztherapie-fda-veraendert-risikoeinschaetzung-und-warnhinweise/
Ein frühzeitiges Erkennen von Brustkrebs ist sicherlich wichtig, deshalb unbedingt zur Vorsorge und zum Mammographie-Screening gehen! Leider schützt aber eine frühzeitige Diagnose nicht immer vor unangenehmen Therapien, denn es gibt verschiedene Brustkrebsformen, unten ihnen sehr aggressive, die nicht anders als mit Chemo bekämpft werden können. Und leider kann man auch den Kampf verlieren: erst heißt es heilbar und dann ist die Betroffene doch 3,5 Jahre nach Diagnose verstorben.
Es muss daran gearbeitet werden, Indikationen für eine Brustkrebswahrscheinlichkeit errechnen zu können, unabhängig vom erblichem Brustkrebs. Dann kann die Frau für sich im Vorfeld entscheiden, ob sie den Weg von Angelina Jolie gehen möchte oder ob es eher sinnvoll ist ein noch deutlich engeres Screening durchzuführen. Wünschenswert wären natürlich auch Therapien, die ohne die belastenden Chemos auskommen und in denen verträglichere Therapien zur Heilung führen können.
