Das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) belastet angeblich die pharmazeutische Industrie zu wenig. Von wegen! Sie wird sogar überproportional belastet. Pharma-Fakten zeigt es: „92,4 Prozent ihrer Gelder geben die gesetzlichen Krankenkassen nicht für neue, patentgeschützte Arzneimittel aus – das macht die These, dass Innovationen eine der Kostentreiber der GKV sein sollen, mathematisch schwer begründbar.“

Die Pharmainitiative Bayern rechnet vor:

  • Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) insgesamt: 326,849 Mrd Euro
  • davon Arzneimittelausgaben insgesamt: 55,247 Mrd Euro (= 16,9 %)
    • enthalten sind patentgeschützte Arzneimittel (inkl. MwSt., Apotheken- und Großhandelsmarge) im Wert von: 30,129 Mrd Euro (= 9,2 %)

Würde der Staat auf die 19 % MwSt. verzichten, die die GKV tragen muss, würden nur noch 7,4 % der Kosten auf Innovationen, also patentgeschützte Arzneimittel, entfallen (entspricht 25,318 Mrd Euro). Zieht man noch die Apotheken- und Großhandelsmarge ab, beträgt der Anteil der Kosten für diese Therapeutika 7,3 %.

Hatten wir nicht während der Covid-19-Therapie gelernt, wie wichtig eine europäische Pharmaindustrie ist? Wenn in China ein Sack Reis umfällt, trifft es uns eben doch, z. B. mit fehlenden Antibiotika. Das scheint momentan plötzlich vergessen. Die Politik scheut eine wirkliche Reform, wahrscheinlich um einen Shitstorm der bereits so unbeliebten Regierungskoalistion zu riskieren. Das wäre zwar notwendig, würde aber die Medien und die Bevölkerung aufbringen und möglicherweise Tür und Tor für extremistische Parteien öffnen. Es ist verständlich, dass die Gesundheitsministerin Nina Warken dies berücksichtigen muss. Durch jahrzehntelanges Pharma-Bashing ist es natürlich einfach gerade im Pharmabereich zu sparen. Und natürlich verzichtet der Staat ungerne auf die vollen 19 % MwSt. auf Arzneimittel, dem dritthöchsten MwSt.-Satz auf Arzneimittel in der EU.

Unbemerkt hat bereits eine Verschärfung für pharmazeutische Hersteller von Biosimilars stattgefunden. Wie Generika dürfen seit dem 1. April Biosimilars in der Apotheke ausgetauscht werden. Biosimilars werden noch häufig in Europa produziert, es ist ein aufwendiger Prozess. Aber China und Indien haben eigene Biosimilar-Produktionen gebaut und können die Herstellung auch für Europa übernehmen. Die Krankenkassen standen bereits in den Startlöchern, um auch bei Biosimilars Exklusiv-Rabattverträge zu verhandeln. Glücklicherweise ist das aktuell verschoben worden: https://www.aerztezeitung.de/Politik/Koalition-schiebt-exklusive-Rabattvertraege-fuer-Biosimilars-auf-die-lange-Bank-463092.html

Zum Abschluss die Frage: Welche Patientin und welcher Patient möchte gerne auf Innovationen verzichten, die ihr oder ihm das Leben retten oder zumindest verlängern? Während in den 80er Jahren noch viele Krankheiten ein Todesurteil waren, ist es heute – dank moderner Therapien – deutlich häufiger der Fall, dass Menschen schwere Erkrankungen überleben oder zumindest eine längere Zeit noch mit der Erkrankung leben können. Dies kostet Geld und für jeden Betroffenen ist es gut eingesetztes Geld.

 


Wer sich weiter informieren möchte, unter folgenden Links sind weitere Informationen, die man der doch sehr einseitigen Berichterstattung der Medien nicht entnehmen kann.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 


Quellen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Beitragsfoto: Fotolia_11461742_XS_copyright